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Sinn und Zweck der softwareunterstützten Dokumentation eines Bauvorhabens

Ein Thema, das gerade nach der Neuerscheinung des Buches Black Box BER von Meinhard von Gerkan in der letzten Woche wieder in aller Munde ist.

21. August 2013 

Bei der Rea­li­sie­rung eines Bau­vor­ha­bens tref­fen die un­ter­schied­lichs­ten In­ter­es­sen auf­ein­an­der.

In­ter­es­se des Bau­herrn ist es in der Regel eine mög­lichst kos­ten­güns­ti­ge aber den­noch re­prä­sen­ta­ti­ve und per­fek­te Lö­sung für sein Vor­ha­ben zu er­lan­gen. Über die Rea­li­sier­bar­keit sei­ner Vor­stel­lun­gen macht er sich zu­nächst ein­mal keine Ge­dan­ken.

Hier­für wer­den dann Ar­chi­tek­ten und Pla­ner ein­ge­schal­tet. Die wie­der­um, ins­be­son­de­re die Ar­chi­tek­ten, haben neben der Er­fül­lung der Wün­sche des Bau­herrn auch äs­the­ti­sche Ge­sichts­punk­te zu be­rück­sich­ti­gen. Die um­fas­sen­de Auf­ga­be des Ar­chi­tek­ten ist es vor allem, Funk­ti­on, Form und In­halt in Ein­klang zu brin­gen.

Ganz an­ders wie­der­um der An­satz der aus­füh­ren­den Un­ter­neh­men. Sie ver­fol­gen die Um­set­zung des Bau­vor­ha­bens nach den Pla­nun­gen des Ar­chi­tek­ten und das im ei­ge­nen In­ter­es­se na­tür­lich mög­lichst kos­ten­güns­tig.

Am Ende bleibt aber nun mal der Bau­herr die maß­geb­li­che In­stanz wenn es darum geht, wie das Bau­vor­ha­ben rea­li­siert wird.

Die­ses be­sag­te Span­nungs­feld zwi­schen Bau­herrn, Ar­chi­tek­ten, Pla­nern und aus­füh­ren­den Fir­men führt häu­fig zu Dis­kus­sio­nen und Strei­tig­kei­ten über die Art und Weise der Um­set­zung von Bau­her­ren­wün­schen. Und dies führt un­wei­ger­lich in allen Pha­sen der Rea­li­sie­rung zu stän­di­gen Än­de­run­gen.

Ge­ra­de in der Aus­füh­rungs­pha­se füh­ren diese Än­de­run­gen zu er­höh­tem Ar­beits­auf­wand und somit na­tür­lich auch zu er­heb­li­chen Mehr­kos­ten. Mein­hard von Ger­kan be­schreibt in sei­nem Buch „Black Box BER“ , das letz­te Woche er­schie­nen ist, ein­drucks­voll wie sich eben diese Pro­ble­ma­tik ge­paart mit mehr­mals wech­seln­den Ver­ant­wort­li­chen auf Auf­trag­ge­ber­sei­te (was bei öf­fent­li­chen Auf­trag­ge­bern keine Sel­ten­heit ist) und den damit ver­bun­de­nen ge­än­der­ten Vor­stel­lun­gen über die Rea­li­sie­rung des Vor­ha­bens auf die Pla­nung und Aus­füh­rung aus­wir­ken kann. Laut Ger­kan haben im Laufe der bis­lang 7-jäh­ri­gen Bau­zeit 286 Plan­än­de­rungs­an­trä­ge und 201 An­ord­nun­gen von Leis­tun­gen die ur­sprüng­li­che Pla­nung ver­än­dert. An­statt ur­sprüng­lich ge­plan­ter 200.000 Qua­drat­me­ter Brut­to­ge­schoss­flä­che (BGF) wur­den 340.000 Qua­drat­me­ter ge­baut. Die ur­sprüng­lich ge­plan­te Bau­zeit ver­län­ger­te sich daher um Jahre.

Si­cher­lich ist der Ber­li­ner Flug­ha­fen ein ex­tre­mes Bei­spiel, man darf aber nicht über­se­hen, dass auch bei vie­len an­de­ren Groß­pro­jek­ten und klei­ne­ren Bau­vor­ha­ben große zeit­li­che Ver­zö­ge­run­gen und Kos­ten­stei­ge­run­gen auf­tre­ten.

Am Ende eines jeden Pro­jek­tes steht immer die Dis­kus­si­on, wer das Ganze zu ver­tre­ten hatte. Lei­der ist diese Frage meis­tens nur sehr schwie­rig oder gar nicht zu be­ant­wor­ten.

Ein Schul­di­ger muss den­noch ge­fun­den wer­den und so trifft es in der Regel den Schwächs­ten. Der Schwächs­te ist in die­sen Fäl­len meist der, der am we­nigs­ten Sub­stan­ti­el­les zu den ein­zel­nen Sach­ver­hal­ten vor­tra­gen kann.

Der Grund hier­für ist in den häu­figs­ten Fäl­len eine nicht aus­rei­chend struk­tu­rier­te und nicht soft­ware­un­ter­stütz­te Ar­chi­vie­rung des Schrift­ver­kehrs, sowie eine man­gel­haf­te Do­ku­men­ta­ti­on der ei­ge­nen Tä­tig­kei­ten. Dies gilt aber nicht nur für die aus­füh­ren­den Fir­men,  son­dern auch immer wie­der für die Pla­nungs­sei­te und unter Um­stän­den sogar für die Auf­trag­ge­ber­sei­te, wenn es darum geht For­de­run­gen der be­auf­trag­ten Un­ter­neh­men ab­zu­weh­ren.

Ziel soll­te es selbst­ver­ständ­lich immer sein, auf ge­richt­li­che oder au­ßer­ge­richt­li­che Strei­tig­kei­ten ver­zich­ten zu kön­nen. Hier­zu ist aber ein stän­di­ger Dia­log aller Be­tei­lig­ten wäh­rend der ge­sam­ten Bau­maß­nah­me vom Zeit­punkt der Idee bis zum Ab­lauf der letz­ten Ge­währ­leis­tungs­frist er­for­der­lich. Ein ef­fek­ti­ver Dia­log soll­te am bes­ten immer auf Grund­la­ge fun­dier­ter Fak­ten er­fol­gen. Hier­zu ist al­ler­dings eine zeit­na­he und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Do­ku­men­ta­ti­on der Bau­stel­le durch alle Be­tei­lig­ten er­for­der­lich.

Genau an die­ser Stel­le knüp­fen die Soft­ware­lö­sun­gen der EDR Soft­ware GmbH an. Die Mög­lich­kei­ten für eine ef­fi­zi­en­te Bau­ab­lauf­do­ku­men­ta­ti­on und ein op­ti­ma­les Män­gel­ma­nage­ment sind in den Pro­duk­ten viel­fäl­tig und trotz­dem ein­fach und über­sicht­lich.

Tra­gen Sie mit dem Ein­satz un­se­rer Soft­ware Ihren Teil zum ef­fek­ti­ven Dia­log in Ihren Bau­pro­jek­ten bei und er­zeu­gen Sie für sich über­sicht­li­che und nach­voll­zieh­ba­re Aus­wer­tun­gen über alle Pro­jek­te hin­weg. Wir wür­den uns freu­en Sie bei die­sem Schritt kon­struk­tiv zu un­ter­stüt­zen.

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