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Your bridge to digital.

Motoren des digitalen Aufschwungs: Digitalbonus, Initiative Wirtschaft 4.0, go digital & Co.

Öffentliche Förderprogramme rüsten kleine und mittlere Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Welt.

29. März 2018 

Digitalisierung – eine kleine Bestandsaufnahme

Auch wenn Deutschland an der Spitze der innovationsstärksten Ländern steht, in puncto Digitalisierung sind klare Schwächen auszumachen: Laut der Studie „Innovationsindikator 2017“ hinkt es in einem entsprechenden Ranking mit Platz 17 anderen Industrienationen deutlich hinterher. Nachholbedarf besteht unter anderem bei digitalen Geschäftsmodellen und beim Breitbandausbau. Zwar steht das Thema schon seit Jahren auf der politischen Agenda und es ist einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags zufolge auch im Bewusstsein nahezu aller Akteure der Bauindustrie verankert, doch der Roland Berger Report „Die Digitalisierung der Baubranche“ zeigt: Es hapert an der Umsetzung, viele Potentiale bleiben nach wie vor ungenutzt. So gehören digitale Devices im Bausektor zum Beispiel noch längst nicht zum Standard. In den meisten der befragten Unternehmen haben lediglich höchstens 20 Prozent der Mitarbeiter Zugang zu einem Tablet. Bei knapp einem Drittel der Firmen arbeiten sogar nur 20 bis 40 Prozent der Mitarbeiter überhaupt mit einem PC oder dem Internet.

 

Förderprogramme für mehr Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit 

Mit Blick auf den Status quo wird deutlich: Die digitale Aufholjagd kann nicht ausschließlich mit Globalplayern gelingen. Es gilt auch die Transformation kleiner und mittelständischer Unternehmen anzukurbeln und dafür machen sich Bundes- und Landesregierungen mit eigenen Förderprogrammen und Initiativen stark. Sie sind Wegbereiter für Firmen, die mit überschaubarem finanziellem Risiko ihre Produkte, Prozesse und Dienstleistungen durch innovative Informations- und Kommunikationstechnologie digitalisieren und ihre IT-Sicherheit verbessern wollen. Die staatliche Anschubhilfe gibt es sowohl für externe als auch für interne Digitalisierungszwecke. Ob für Hard- und Software, Personal, Beratung und Dienstleistungen, Schulungen, Forschungs- und Entwicklungsaufträge, etc. – die konkrete Förderung ist dabei von den einzelnen Bedingungen des jeweiligen Angebots abhängig, je nach Bundesland variieren die Schwerpunkte. Wer jetzt in der Bauwirtschaft seine IT-Infrastruktur auf Vordermann bringt, z.B. mobile Geräte anschafft, ein Dokumentenmanagementsystem einführt, auf digitales Mängelmanagement oder automatisierten Eingangsrechnungsworkflow umstellt, sichert sich dauerhaft entscheidende Wettbewerbsvorteile.

 

Darlehen, Zuschuss oder Unternehmensbeteiligung?

Um notwendige Investitionen für die Digitalisierung stemmen zu können, stehen Unternehmern Darlehen mit günstigen Zinssätzen oder Zuschüsse zur Verfügung. Manche Fördergelder sind mit einer anteiligen Haftungsfreistellung für die Hausbank verbunden, d.h. sie trägt das Risiko nicht wie üblich allein sondern gemeinsam mit der Förderbank. Ein Vorteil bei risikoreicheren Vorhaben, denn durch die reduzierte Haftung wird die Motivation von Banken und Sparkassen befeuert, selbst Unternehmern und Gründern mit geringeren Sicherheiten Kredite zu gewähren. Vereinzelt sind auch Finanzspritzen über Fonds möglich: Sie stellen Unternehmern Kapitel zu attraktiven Konditionen bereit und erhalten im Gegenzug offene oder stille Unternehmensbeteiligungen.

 

Zeit ist Geld

Manche Fördertöpfe sind bereits wenige Wochen nach Bereitstellung ausgeschöpft und somit kommt es ganz wesentlich auf das richtige Timing an. Wer lange Wartezeiten umgehen will, sollte bei Vorbereitung eines Antrags also keinesfalls die jeweilige Abgabefrist außer Acht lassen. Je ausgereifter die Ideen und Vorstellungen in der Bewerbung bereits formuliert sind, desto schneller ist mit einer Entscheidung des Förderinstituts zu rechnen. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind immer im Vorfeld abzuklären, auf rückwirkende Auszahlungen ist keines der Programme ausgelegt. Bei staatlicher Hilfe für die Gründungsphase darf die jeweilige Angabe zum Unternehmensalter nicht überschritten werden – hier ist prinzipiell Eile geboten!

 

Interessante Förderprogramme für digitale Projekte im Überblick:

deutschlandweit:

Mittelstand 4.0. – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse 

go digital 

 

Bayern:

Digitalbonus 

Start? Zuschuss!

 

Baden-Württemberg:

Innovationsgutschein Hightech Digital 

Digitalisierungsprämie

 

Saarland:

ERP Innovationsprogramm

 

Rheinland-Pfalz:

Beratungsprogramm für den Mittelstand 

Innovationsfonds Rheinland-Pfalz

Innovationsfonds Rheinland-Pfalz II 

 

Hessen:

Innovationskredit Hessen 

 

Thüringen:

Förderung von Forschungs-, Technologie- und Innovationsprojekten (FTI-Richtlinie)

 

Sachsen:

Mittelstandsrichtlinie – Elektronischer Geschäftsverkehr (E-Business)

 

Nordrhein-Westfalen:

Mittelstand.innovativ – Innovationsgutschein Digitalisierung

NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft

 

Niedersachsen:

Innovationsförderprogramm für Forschung und Entwicklung in Unternehmen 

Niedrigschwellige Innovationsförderung für KMU und Handwerk

 

Sachsen-Anhalt:

Sachsen-Anhalt DIGITAL

 

Brandenburg:

Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG)

 

Berlin:

Pro Fit Frühphasenfinanzierung

Pro Fit – Projektfinanzierung

Transfer BONUS

 

Mecklenburg-Vorpommern:

MV goes digital

 

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Bianka Sertel

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